Über mich

Robert Lemke, der ich aber nicht bin.

 

Wenn Sie sich bis hierher geklickt haben, wissen Sie ja bereits, was ich Ihnen anbiete. Vielleicht haben Sie ja auch schon einen Blick auf mein Referenzportfolio geworfen. Jedenfalls wollen Sie mehr wissen über Ihren neuen Kreativmitarbeiter. Gut, dann bekommen Sie jetzt zehn Fragen und ich nehme das blaue Schweinderl.

Hätten Sie nicht etwas Anständiges lernen können?
Nein. Es ist leider so, dass ich mit einer gewissen Begabung zur visuellen Gestaltung, räumlichem Sehen und pointierter Ausdrucksweise geboren wurde. Ich hatte mir seinerzeit vor dem Abitur das große Buch der Lehrberufe vom Arbeitsamt (das hieß damals noch so) besorgt. Obwohl es über 1000 Seiten hatte und unglaublich viele Ausbildungsmöglichkeiten enthielt, kam für mich nur genau ein Beruf aus der Liste in Frage: Der des Schauwerbegestalters. Das war die erste neue Bezeichnung für den altehrwürdigen Dekorateur. Heute ist das nur noch eine von vielen Fachrichtungen des Mediengestalters.

Hätten Sie dann nicht besser studieren sollen?
Nein. Ein Studium war mir zu wenig praxisbezogen. Ehrgeiz und Motivation zu kreativem Ausdruck entwickele ich bis heute nur anhand einer Aufgabenstellung. Darüber hinaus gab es keinen Studiengang der mit dem Umfang des Lehrberufs vergleichbar war. Für die hohe Qualität der Ausbildung in der Frankfurter Gutenbergschule und im Kaufhof auf Deutschlands umsatzstärkster Einkaufsmeile Zeil bin ich heute noch dankbar.

Können Sie denn wenigstens davon leben?
Nein. Aber ich habe reich geheiratet. Ich möchte behaupten, dass drei Viertel aller kreativen one-man-shows in diesem Bereich nicht oder nicht nachhaltig ausreichend Einkommen erzielen können. Ich wollte nie gestalten müssen, deshalb habe ich mir ein völlig unkreatives Teilzeit-Angestelltenverhältnis bei einem großen Konzern gesucht und nie aufgegeben. Es bietet nicht nur eine Grundabsicherung sondern ist mit seiner völligen Andersartigkeit auch so etwas wie ein Ausgleichssport für mich. Mit diesem Modell fahren meine Kunden und ich seit fast 20 Jahren wirklich gut. Das mit der reichen Heirat war übrigens ein Witz, wenn Sie es auf Geld beziehen.

Dann sind Sie eher ein Feierabend-Künstler?
Nein. Ich bin ein eingetragener Einzelunternehmer für kreative Dienstleistungen. Ich habe ein Büro mit Ablage, Archiv, Buchhaltung usw., in dem ich alle meine Verwaltungsphantasien ausleben kann. Wenn Sie meine Leistungen in Anspruch nehmen, erhalten Sie deshalb eine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer. Allerdings arbeite ich durchaus mal in den Feierabend hinein und auch darüber hinaus.

Können Sie denn mit den großen Agenturen mithalten?
Nein. Das will ich hier im Netz im Gegensatz zu manchen Kollegen auch gar nicht vorgaukeln. Ich halte das nicht für notwendig, denn unsere Kundenkreise sind sehr unterschiedlich. Wer sich eine Agentur leisten kann, sollte das auch tun, denn er wird schon entsprechende Erwartungen an deren Leistungsfähigkeit haben, die ein Kleinunternehmer so nicht unbedingt erfüllen kann. Wer professionelle Unterstützung ohne viel Gedöns sucht, wird auch mit der ein oder anderen technischen und administrativen Einschränkung leben können und feststellen, dass er logischerweise auch günstiger dabei fährt. Es gilt doch die Redewendung: Entscheidend ist, was hinten rauskommt.

Dann arbeiten Sie ausschließlich für kleine Unternehmen?
Nein. Ich arbeite projektbezogen auch für große Firmen, bzw. leiste Zuarbeit für deren Agenturen. Meine grundsätzliche Ausrichtung entspricht jedoch den preis- und leistungsbezogenen Ansprüchen kleinerer Unternehmen, die auch meine treuesten Kunden sind. Dabei erfolgt die Kommunikation weitgehend telefonisch und über e-Mail.

Sie sind also ein Spezialist?
Nein. Ich bin im Gegenteil ein Generalist. Ein Spezialist hat sein Fachgebiet und ist darin sehr gut. Ein Generalist kann alles, aber nichts so gut wie der Spezialist. In der Praxis bedeutet das zum Beispiel, dass Sie von einem Webdesigner möglicherweise eine ausgefeiltere, anspruchsvollere Homepage erstellt bekommen, als von mir. Ob er aber auch ein Auge für Ihr Corporate Design hat und die nötigen Inhalte für Ihren Auftritt erstellen und gestalten kann, ist fraglich. Ein Setzer layoutet Ihnen natürlich Ihre Printwerbung, aber entwickelt er das Layout auch? Berät er Sie auch hinsichtlich des nachfolgenden Druckprozesses? Kann er Ihnen ein fertiges Produkt frei Haus geliefert anbieten? Kann er das Ergebnis für Ihren Internetauftritt umsetzen? Als Generalist habe ich die Gesamtheit Ihrer Werbe- und Kommunikations-Maßnahmen im Auge. Wenn ich glaube, etwas davon nicht zufriedenstellend umsetzen zu können, werde ich es Ihnen auch nicht anbieten.

Machen Sie denn alles selbst?
Nein. Der kreative Impuls, Satz und Layout am Computer kommen üblicherweise von mir. Wenn es nötig sein sollte, binde ich auch Kollegen aus meinem Netzwerk mit ein (beispielsweise den genannten spezialisierten Webdesigner). Wenn ich Ihnen ein fertiges Druck- oder Display-Produkt anbiete, wird das in meinen Partnerbetrieben hergestellt, mit denen ich langjährige, gute Erfahrungen gesammelt habe. Dieses Know-How und diese Koordinationsleistung ist ihr Mehrwert in meinem Angebot als Werbe- und Kommunikations-Generalist. Wenn Sie aber lediglich eine ganz bestimmte Aufgabe auf eine ganz bestimmte Weise erledigt haben möchten – auch dafür stehe ich gerne zur Verfügung.

Sitzen Sie jeden Tag im Büro und sind kreativ?
Nein. Ich habe ja auch nicht jeden Tag einen Auftrag, aber jeden Tag eine Familie. Manchmal bin ich im Urlaub. Manchmal muss ich einfach nur mein Dasein verwalten und beispielsweise die Möglichkeiten der Koexistenz mit dem Finanzamt ausloten. Daneben verfolge ich aber meine Designprojekte, die mir außer der Freude am Gestalten auch Wissen und Erfahrung in der immer wichtiger und dominanter werdenden Kommunikation über das Internet bringen. Und nicht zu vergessen: Kreation braucht Inspiration, und die kommt oft von draußen.

Sind Sie überhaupt bezahlbar?
Nein. Für meine Kunden bin ich unbezahlbar, habe aber seltsamerweise noch keinen von ihnen ruiniert und die meisten über Empfehlungen gewonnen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass Sie im Internet jemanden finden, der noch viel günstiger ist als ich. Ich sage aber nicht, wo. Ich will ja, dass Sie zufrieden sind.

So, jetzt wissen Sie, was Sache ist und ich habe 50,- Mark in meinem Schweinderl. Sollten Sie noch sehr jung sein und diesen Bezug nicht verstehen, googeln Sie doch mal nach „Was bin ich“. Vielen Dank für’s lesen und auf bald.